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Michaela Stops meistert Ironman in Roth

Bilder: Achim May
- 20.07.2015
"3:50 Uhr, der Wecker klingelt, es ist Triathlon Tag in Roth. Roth, ein Mythos! 5500 Einzel- und Staffelstarter haben sich angemeldet und damit ist Roth einer der weltweit größten Triathlon-Wettkämpfe auf der Langdistanz. Unter den Angemeldeten befand sich auch Michaela Stops, die ihr Lauftraining für die Ironman-Distanz in der Laufgruppe des TuS Lintorf unter Trainer Robert Jäkel absolviert.
3:50 Uhr, eine wahrlich frühe Zeit um aufzustehen und Michaela ist nervös, denn es stehen 13-14 Stunden Sport am Stück auf dem Programm. Vorzubereiten gibt es an diesem Morgen eigentlich nichts mehr. Die Startnummer ist am Trikot befestigt und der Laufchip schnell angelegt. Der Rest wurde schon am Vortag erledigt. Das Fahrrad wurde eingecheckt und die Kleiderbeutel für die Wechselzonen an den entsprechen Stellen deponiert. Was soll jetzt noch schief gehen? Nun ja, es kann vieles schief gehen, aber,
und das sei vorweg gesagt, es ging nichts schief.
Nach einem leichten Frühstück ging es los nach Hilpoltstein, wo im Main-Donau-Kanal der Start sein sollte. In dem extra für die Triathleten für den Schiffsverkehr gesperrten Kanal fiel dann pünktlich 6:45 Uhr der Startschuss und es mussten 3,8 km geschwommen werden. Hier stieg Michaela nach 1:30 Stunden aus dem Wasser, was exakt die Zeit war die sie sich vorgenommen hatte.
Jetzt nichts wie raus aus dem Neoprenanzug und rein in die Radschuhe – die Radbekleidung trug Michaela beim Schwimmen schon unter dem Neo. Das spart Zeit in der Wechselzone!
Auf der Radstrecke war ein 90km Rundkurs zweimal zu absolvieren. Die profilierte Strecke führte durch das Umland von Roth durch die Gemeinden Greding, Thalmässing, Eckersmühlen und Heideck, mit dem Höhepunkt, dem Solarer Berg, wo die Zuschauer den Fahrern nur Platz für ein Rad lassen und für Gänsehautfeeling sorgen, wie man es sonst nur auf der Tour de France in L’Alpe d’Huez kennt.
Auf der ersten Radrunde verlief alles nach Plan. Die Form stimmte und die Zwischenzeiten konnten gut eingehalten werden. Doch auf der zweiten Runde zeigte sich - neben einem Plattfuß, den Michaelas Rad zum Glück nicht ereilte – der größte Feind des Radfahrers: der Wind. Wurde die erste Runde nur von einer leichten Brise begleitet, frischte diese in der zweiten Radrunde deutlich auf und blies den Athleten gefühlt immer entgegen. Nun war das geplante Tempo nicht mehr zu halten und nach langen 7:09 Stunden erreichte Michaela endlich Roth, was auch gleichzeitig das Ende der Radstrecke bedeutete.
Hier wurde das Rad von freundlichen Helfern in Empfang genommen und die Radschuhe wurden gegen die leichten Laufschuhe getauscht.
Nun war „nur“ noch der Marathon zu absolvieren; Michaelas Paradedisziplin. Die relativ flache Laufstrecke führte von Roth wieder Richtung Main-Donau-Kanal, an welchem der größte Teil der Laufkilometer zu absolvieren war. Das schöne und wolkenlose Wetter hatte mittlerweile die Temperaturen auf 30°C steigen lassen, was sich auf der schattenlosen Laufstrecke noch wärmer anfühlte. Hiervon ließ sich Michaela jedoch nicht beeindrucken und lief den Marathon mit 4:32 Stunden in einer persönlichen Bestzeit, die während eines Triathlon-Wettkampfs auf der Ironman-Distanz erzielt wurde.
Schlussendlich war nach insgesamt 13:21:43 Stunden das Sportprogramm beendet und Michaela lief strahlend ins Ziel, wo ihr die Finisher-Medaille umgehängt wurde, der Lohn für alle Mühe. Freudestrahlend, wie das berühmte Honigkuchenpferd, präsentierte Michaela diese den aus der Heimat mitgereisten Begleitern und Mitathleten. Zu dieser Leistung gratulieren wir ganz herzlich!!!"
Ihr Team des TuS 08 Lintorf







